Tschüss Microsoft: Warum jetzt der perfekte Moment für einen Wechsel ist
Mit dem Einstellen des Supportes für Windows 10 hat sich der Entwickler Microsoft wahrlich keinen Gefallen getan. Das Ende kam zwar nicht plötzlich; trotzdem sind Millionen von Geräten nicht in der Lage auf Windows 11 umzusteigen und damit in Zukunft anfälliger für "Zero-Day" Angriffe.
Für viele stellt sich als die Frage: Soll ich mir einen neuen Computer kaufen oder Betriebssystem wechseln?

Ein Blick auf unterschiedliche Statistiken zeigt, welchen enormen Marktanteil Microsoft am Desktopbetrieb hält. Gleichzeitig zeigen erste Verläufe, dass der Anteil über die Jahre abnimmt und alternativen wie Linux, ChromeOS und macOS zunehmen.
Trotz dem Einstellen des Supports für Windows 10, immer mehr und mehr KI - Funktionen die aufgezwungen werden, Internetzwang während der Installation und Datenschutzskandalen, wie dem Copilot Recall ist für viele ein Umstieg nicht denkbar.
Im persönlichen Gespräch mit unterschiedlichen Anwendern und Anwenderinnen zeigt sich immer das gleiche Bild: Alle haben individuelle Probleme mit Windows, brauchen es jedoch um ihre täglichen Aufgaben zu erfüllen. Ein Umstieg auf ein anders System bedeutet nicht nur vieles von Grund auf zu lernen, sondern auch bestehende Programme ggf. zu ersetzen und Abläufe neu zu denken.
Während sich Microsoft in vielen Teilen der deutschen Gesellschaft unbeliebt macht, gibt es ein Betriebssystem, das durch stetige Änderungen und Updates zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten geworden ist. Linux.
Linux dominiert die Serverlandschaft, Android basiert darauf und in allen "Smarten" Haushaltsgeräten ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Linux im Einsatz. Einige kleine Ausnahmen gibt es auch wie diese hier.
Dabei hat Linux seinen Charme und seine Identität nie verloren. Der Kernel ist Open-Source, also jeder kann daran mitarbeiten, sich einbringen und Qualitätskontrolle betreiben.
Der Erfolg von Linux basiert auf seiner enormen Anpassungsfähigkeit: Während der Kernel gleich bleibt, lassen sich die darauf aufbauenden Distributionen für jeden Zweck entwickeln. So bieten Desktop-Systeme wie Ubuntu eine intuitive Oberfläche für Privatanwender, während Server-Varianten wie Debian auf extreme Langzeitstabilität ohne Abstürze abgestimmt sind. Kali Linux wird vor allem in der IT-Sicherheit verwendet um Sicherheitstests durchzuführen. Alpine Linux betreibt Milliarden von sog. Cloud-Container, auf denen ein Minimal-System läuft.
So gibt es auch extra Distributionen die sich zum Ziel gesetzt haben, Windows Usern den Umstieg so leicht wie möglich zu machen. Zum Standart gehört hier seit Jahren Linux Mint. Es sieht Windows sehr ähnlich, ist gleichzeitig unglaublich stabil im Kern und hat keinerlei vorinstallierte KI - Funktionen und sendet auch kein Benutzerverhalten an den Anbieter.
Mit Linux Mint existiert ein System, das Windows sehr ähnlich ist und den Einstieg massiv erleichtert. Ein weiteres zentrales Problem ist jedoch, dass viele der Programme wie Word, Excel usw. nicht auf Linux funktionieren. Es muss also nicht nur ein neues Betriebssystem gelernt werden, sondern auch Ersatz für bestehende Software gefunden werden.
Die gute Nachricht hierbei ist, dass es massiv alternativen gibt, die oftmals billiger sind, einen höheren Wert auf Datensicherheit und Datenschutz legen und im Besten Fall eine Europäische Alternative sind.
Zusätzlich wird Software seit einigen Jahren oftmals "Web-First" entwickelt. Dabei muss kein Programm mehr lokal auf dem Rechner installiert werden, sondern alles funktioniert über den Browser. Die Standardbrowser wie Firefox, Brave und Chrome funktionieren auch nahtlos unter Linux.
Für den Einstieg bietet sich also an, Linux auf einem alten Rechner zu installieren, damit keine wichtigen Daten verloren gehen. Für alle gängigen Programme gibt es bereits alternativen. Die Community um Linux ist riesig. Es gibt unzählige Blogartikel, Videos und Einsteigerguides.
Damit Sie direkt loslegen können ist hier eine kurze Checkliste für den perfekten Einstieg:
- Linux Mint herunterladen und auf einem alten Gerät installieren.
- Durch alle Menüpunkte klicken und das System kennenlernen
- Für wichtige Tools alternativen suchen und installieren
- Aktiv Videos und Artikel schauen, um neues zu Lernen
- Die neue Freiheit genießen
Selbstverständlich hat auch Linux seine Tücken und Probleme. Trotzdem ist es ein über die Jahre gereiftes Produkt, dass nie seine grundlegende Identität verloren hat. Hinter Linux steht kein Megakonzern mit Gewinnabsicht, sondern eine große Community die sich das System für Ihre Anwendungen anpasst.
Wer über die Jahre seinen Frust mit Windows angehäuft hat, sollte Linux definitiv eine Chance geben. Denn die Grundlage mit der wir tagtäglich arbeiten und konsumieren, sollte uns nicht stressen oder verunsichern. Linux dient dem Menschen und lässt sich anpassen wie Sie es brauchen. Ob es nur das tägliche Mails lesen ist oder das Entwickeln von Spielen. Für alle Anwendungsgebiete gibt es eine Lösung die in Ihrer Hand liegt. Das mag auf den ersten Blick einschüchternd wirken ist aber der Grundgedanke von Technologie und digitalem Fortschritt.